Die Hamburger Hausbesuche sollen als Beratungsangebot älteren Menschen helfen (Foto: Gina Sanders - Fotolia.com)

Ein neues aufsuchendes Beratungsangebot für ältere Menschen

Seit dem 17. September 2018 versendet die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Glückwunschschreiben mit Ankündigung der präventiven Hamburger Hausbesuche an alle Hamburgerinnen und Hamburger, die zu diesem Zeitpunkt ihren 80sten Geburtstag feiern. Im Zuge des Pilotprojektes, das für eine Dauer von drei Jahren angelegt ist, erhalten Seniorinnen und Senioren in den Bezirken Eimsbüttel (hier rund 2.000 Personen) und Harburg (rund 1.300 Personen) die Möglichkeit eines kostenlosen Informations- und Beratungsangebots. Wer dieses Angebot nicht in Anspruch nehmen möchte, hat die Möglichkeit es aktiv abzusagen. Für das Projekt stellt die Freie und Hansestadt Hamburg 400.000€ zur Verfügung (vgl. Hamburger Abendblatt, 2017.) .

Das Konzept der Hamburger Hausbesuche sieht vor, dass ältere Menschen einen Besuch von einem Berater erhalten. Diese Honorarkräfte – vom Amt ausgewählt – hatten beruflich schon einmal mit älteren Menschen zu tun. Das von der Stadt beauftragte Albertinen-Haus in Schnelsen organisiert dieses Projekt und hat bereits 20 Fachkräfte, wie beispielsweise Altenpflegefachkräften, Gesundheitswissenschaftler oder Sozialpädagogen, für den Hausbesuch fortgebildet. Demnächst sollen es 60 Berater werden (vgl. NDR 90,3, 2018) . „Das Schulungskonzept wurde dabei federführend vom Kooperationspartner Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung (DIP) erarbeitet“ (vgl. Pressestelle des Senats, 2017) . Die Fachkräfte beraten und informieren zu den vielfältigsten Themen und unterstützen bei der Kontaktaufnahme beispielsweise zu den Kooperationspartnern wie den Pflegestützpunkten.

Beratungsgespräch dank Hamburger Hausbesuche

Das persönliche Gespräch findet in der Regel in der Wohnung des zu beratenden Senioren statt. Alternativ kann das Beratungsgespräch im Bezirksamt stattfinden – auf Wunsch unter Teilnahme eines Freundes, Bekannten oder Angehörigen.

In der Beratung wird die aktuelle Lebenssituation erfasst, wodurch die Risikofaktoren und Auswirkungen auf die Entwicklung im Alter erkannt werden können. Hier beginnt nun das eigentliche Ziel: Es sei häufig die Erfahrung gemacht worden, dass ältere Menschen zu spät nach der benötigten Hilfe und Unterstützung suchen und bereits körperliche oder geistige Einschränkungen vorhanden sind oder Unwissenheit über die Möglichkeiten der pflegerischen Unterstützung und Beantragung von Geldern zur Finanzierung herrschen. Nach der Erfassung der aktuellen, individuellen Lebenssituation werden entsprechende Beratungen (kein spezielles Konzept bekannt, das von den Fachkräften einheitlich angewandt wird) durchgeführt und – wenn von den Senioren gewollt – in die Wege geleitet. So soll frühzeitig der entsprechende Pflege- und Betreuungsbedarf erkannt und nach Möglichkeit umgesetzt werden.

Unklar ist, ob und in welchem Intervall dieser präventive Hausbesuch sich wiederholt oder ein einmaliger Besuch bleibt .

Ob das genau definierte Alter erfolgsversprechend ist wird erprobt. Auch jüngeren oder älteren Senioren können in diesem Pilotprojekt ein kostenloses Informations- und Beratungsangebot in Anspruch nehmen. Dies ist freiwillig und eigeninitiativ.

Autorin: Alexandra Kühl

 

Yannic Hertel

Über den Autor

Yannic Hertel
Mein Name ist Yannic Hertel und als studierter Journalist interessieren mich vor allem die kleinen und großen Geschichten, die sich in der Pflegebranche abspielen. Mir ist es wichtig auch die positiven Aspekte und die gute Arbeit herauszustellen, die Sie alle in dieser spannenden und wichtigen Branche leisten.
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